HERREN 1: AUSRUFEZEICHEN IM ABSTIEGSKAMPF

Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Einen überragenden Auftritt und ein dickes Ausrufezeichen zeigten bzw. setzen die Kegler des KSC Frankfurt Bockenheim im Abstiegskampf beim 5918:5772 Sieg in Grünstadt. Mit diesem Ergebnis überspielten die Hessen ihren bisherigen Klubrekord von 5886 Kegeln deutlich.

Die Vorzeichen vor diesem Spieltag waren klar. Würden die Kegler aus der Mainmetropole auch das Spiel in Grünstadt verlieren, wäre auch der Anschluss an die Pfälzer verloren. In diesem Sinne setzte Sportwart René Schrade diesmal komplett auf die Erfahrung und brachte Jürgen Baum und Thomas Schreiber für die zuletzt schwächelnden Patrick Niebergall und Michael Zahn.

Gleich von der ersten Kugel an zeigten die Gäste, dass sie dieses Spiel auf jeden Fall erfolgreich gestalten wollten und begannen furios. Nach einer kleinen Schwächephase auf der dritten Bahn konnten die Startspieler dennoch einen Vorsprung von 34 Kegeln an das Schlusstrio übergeben. Überragend zeigte sich „Oldie“ Hans-Jürgen Walther, der mit fantastischen 1041 Kegeln die Ligabestleistung an diesem Tag hinzauberte. Damit war er seinem Gegner Thomas Hartig, der ebenso tolle 998 Kegel auf die Bahn brachte, deutlich überlegen. Alexander Axthelm erzielte starke 970 Kegel, wobei er an diesem Tag durchaus vierstellig hätte spielen können, wenn die zweiten 100 Wurf stärker gewesen wären. Hier hatte ihm sein Gegenüber Timo Fingerle, der mit 1000 Kegeln bester Spieler der Gastgeber war, den Schneid abgekauft. Jürgen Baum beendete sein Spiel mit guten 953 Kegeln und behielt gegen Patrick Hartig (932 Kegel) die Oberhand.

Das Schlusstrio der Hessen baute den Vorsprung Bahn für Bahn aus, ehe ein Bahndefekt eine größere Pause verursachte. Hartmut Rauch musste mit seinem Gegenspieler Lutz Wagner das Spiel unterbrechen und warten bis die anderen vier Spieler ihr Spiel beendeten.Da sich aber Torsten Depta mit 1026 Kegeln gegen Ralf Buch (964 Kegel) in toller Form präsentierte und auch Thomas Schreiber gegen Fabian Buch (974 Kegel), trotz Schmerzen auf die Zähne biss und das Zählwerk bei starken 976 Kegel stehen ließ, war damit eine kleine Vorentscheidung gefallen. Mit einem Polster von 120 Kegeln nahm Hartmut Rauch sein Spiel wieder auf und blieb mit ordentlichen 952 Kegeln gegen Lutz Wagner, der auf 904 Kegel kam, deutlich vorne.

Am Ende sahen die Zuschauer im Kegelcenter Grünstadt auf den tollen Bahnen ein sehr gutes Bundesligaspiel, mit einem verdienten Sieger aus der Mainmetropole.

Damit konnten die KSC’ler den Anschluss an Grünstadt herstellen und sich für das nächste Spiel gegen das Schlusslicht KSG Darmstadt eine gute Ausgangsposition verschaffen.

Hartmut Rauch
KSC FRANKFURT BOCKENHEIM